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Canyoning in Corona Zeiten

Blogpost - Canyoning in Coronazeiten

Wenn Du wissen willst, wie Canyoning in diesen Zeiten abläuft, dann kann ich es Dir ganz einfach beschreiben – sehr ruhig! Canyoning findet in Erinnerungen statt, Filme und Fotos wecken schöne Gefühle und es ist Zeit genug, die gesamte Ausrüstung mehrfach zu sortieren und und für den Start bereit zu stellen.

Wir sind dabei ein wenig hin uns her gerissen, denn endlich ist in den Schluchten die Ruhe eingekehrt, die wir seit Jahren vermisst haben und die uns an unsere Anfangszeiten erinnert.

Die unglaublichen Menschenmassen, die zu einem Verbot des Canyonings in einer der schönsten Einsteigerschluchten geführt hat, sind nun mit etwas anderem beschäftigt. Der Ostertaltobel bei Gunzesried-Säge und seine Anwohner haben nun schon länger die gewünschte Ruhe und werden durch das Canyoninggeschehen nicht gestört.

Unfreiwillig haben so manche Anbieter auch eine Portion Ruhe, die sie in den letzten Jahren gar nicht kannten. oder kennen wollten – schließlich bringen viele Gäste ja auch viel Umsatz. Und viel Umsatz bedeutet ja für den einen oder anderen viel Glück.

Canyoning Team Start

Das schöne am Canyoning ist, dass es sich nicht darum schert, ob wir gerade dürfen oder nicht. Es ist da, und wartet in aller Ruhe bis es wieder durchgeführt werden kann.

Hier ein Bild von vor fast 20 Jahren – es ist alles da was man zum Canyoning braucht: Wasser, Felsen, eine Guide und motivierte Menschen, die Lust auf ein spektakuläres Naturabenteuer haben.

Während das Canyoning ( ich habe es mal personifiziert) in aller Ruhe den Dingen harren kann, die da kommen, ist es für viele Unternehmer eine Belastungsprobe. Jeder tüftelt schon jetzt an seiner Exit-Strategie und viele denken daran, wie sie als Sieger aus dieser Krise hervorgehen können.

Viele danken aber auch daran, wie sie überhaupt aus dieser Krise kommen können und was danach sein wird. Denn die Ungerechtigkeit im Allgäu ist bisher noch nicht aufgelöst. Eine einzige Schlucht für Canyoning wird von wenigen Firmen unter zweifelhaften Bedingungen unter Beschlag genommen. Was ist nach dieser Zeit, bleibt es dabei?

Dann hat sich die“natürliche“ Auslese erledigt, denn hier wird seit über einem Jahr ein „künstliches Kleinkartell“ am Leben gehalten, mit dem Ziel Menschen und Unternehmen auszuschließen. Damit es nicht dabei bleibt, gibt es die Allgäu Outdoor Guides, die wirklich ehrenamtlich und im Sinn der Outdoorsportler und Guidegemeinschaft mit den zuständigen Behörden und Gremien bis auf Landesebene kommunizieren und zusammenarbeiten.

Likes für AOGU

Es werden täglich mehr, die sich darum sorgen, wie es im Allgäu läuft. Und das nicht nur während dieser Krise, sondern auch schon davor und danach!

Allgäu Outdoor Guides

Und das liegt sicher auch am Leitspruch, denn wenn wenige glauben, dass sie viele ausgrenzen können, dann werden sie sich wundern. Miteinander schaffen wir die notwendige Gerechtigkeit im Allgäu.

Was jeder tun kann, der sich in diesem sensiblen Feld engagieren möchte – die Allgäu Outdoor Guides unterstützen! Durch Beiträge und Ideen, durch Fragen und wer Lust hat auch durch eine einfach Mitgliedschaft, die 1 € pro Monat kostet, damit so Dinge wie Kosten der Internetseite und die wenigen Auslagen gedeckt sind.

Um nochmals auf den Anfang zurück zu kommen, Canyoning in Zeiten von Corona, findet im Moment sehr im Hintergrund statt. Aber nicht weniger aktiv als während der normalen Hauptsaison, nur mit mehr Zeit für die wichtigen Dinge, die dem Gast sonst verborgen bleiben.

In diesem Sinne wünsche wir frohe Ostern!

Herzlichst

Jonny & das Canyoning Tem Allgäu

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Ehrenamtliches Engagement – Die Allgäu Outdoor Guides

Blogpost - Canyoning in Coronazeiten

Die Ansprechpartner für Guides und Unternehmen

Allgäu Outdoor Guides
Allgäu Outdoor Guides – seit 2019 aktiv!

Es ist schön dass es auch ehrenamtliches Engagement im Allgäu gibt, dass allen Guides und Unternehmen zu gute kommt, die ein faires Miteinander schätzen und sich nicht von wenigen Leuten lenken lassen, sondern eine eigene Meinung haben.

Das spricht sich auch in den zuständigen Gremien und Behörden herum, so dass die Allgäu Outdoor Guides eingeladen werden, um für die zahlreichen Mitglieder die Informationen zu erhalten und Ihre gemeinsam entwickelten Ideen vorzubringen.

Die Vertretung erfolgt dabei in den verschiedenen Bereichen des Outdoorsports, die Ihr auf den Informationsseiten der Allgäu Outdoor Guides findet.

Das Canyoning Team Allgäu unterstützt diese Initiative, und ist selber auch im Vorstand aktiv. Wir übernehmen daher gern für die nächsten 10 Mitglieder, die sich ab heute melden den Jahresbeitrag für 2020 in Höhe von 12 €.

Es ist schön wenn sich immer mehr Menschen finden, welche die Gemeinschaft der Outdoor Sportler unterstützen!

Informationen zu den Allgäu Outdoor Guides gibt es auch auf Facebook: https://www.facebook.com/allgaeuoutdoorguides/ und auf der Internetseite: https://www.aogu.de

Allgemein, Canyoning Ausrüstung Kategorie, Sicherheit beim Canyoning

Canyoning selber machen – Teil 1 die Ausrüstung

Blogpost - Canyoning selber machen - Teil 1 die Ausrüstung

Wenn Du Canyoning selbständig durchführen möchtest, benötigst Du eine Menge Wissen über die Techniken, Natur und Umwelt und natürlich über die notwendige Ausrüstung.

Wir haben hier in einem ersten Schritt einmal die Ausrüstung zusammengetragen, die selber brauchst und di Du hier auch als PDF lesen kannst. Egal welchen Hersteller Du für Deine Ausrüstung wählst, schau dass die Sicherheitsnormen eingehalten werden und nutze die Erfahrungen erfahrener Canyoningsportler, die Dir die Vor- und Nachteile verschiedenen Modelle erklären können.

Wir wünschen viel Spaß beim lesen und stehen für alle Deine Fragen gern zur Verfügung.

Euer Canyoning Team Allgäu

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Allgemein, Canyoning & Schluchten Infos

Canyoning Verbot im Allgäu – Lokalglosse

Blogpost - Canyoning Verbot im Allgäu - Lokalglosse

„Der Gruppe wird soeben mitgeteilt, dass der Lärmpegel in der Schlucht nicht unter 130 dB fallen darf!“

Dank des überragenden Einsatzes aller Canyoning-Veranstalter und vermittelnder Unternehmen , die alle an einem Strang zogen bis er ausgeleiert war, wurde ein jahrelang angepeiltes Ziel erreicht: Das Canyoning ist im Ostertaltobel bei Gunzesried Säge nun verboten!

Respekt, doch was war dafür alles notwendig?

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Fünf Jahre später… nach dem Unfall im Allgäu

Blogpost - 11 Fünf Jahre später... nach dem Unfall im Allgäu

Canyoningunfall Gedenkkreuz in Gunzesried-Säge am Ostertalbach – Quelle Wikipedia

Am 16.9.2017 war ein trauriger Jahrestag für den Canyoning Sport im Allgäu. Der tödliche Unfall einer jungen Frau, die an diesem Tag vor fünf Jahren mit Arbeitskollegen einen spannenden Betriebsausflug erleben wollte, wird durch das Kreuz direkt am Einstieg der Canyoning Tour in Gunzesried täglich in Erinnerung gehalten.

Es ist nun fünf Jahre her, dass mich der Vorgang unfassbar wütend gemacht hat. Auch nach dieser Zeit ist die Wut nicht weniger geworden. Mein Mitarbeiter, einer der erfahrensten Guides im Allgäu, hatte an diesem Tag Dienst bei der Bergwacht und erzählte mir von der belastenden Bergung nach dem Unglück.

Was ist seither passiert?

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Canyoning und Qualität

Blogpost - Canyoning und Qualität

Qualität beim Canyoning Team Allgäu: Kleine Gruppe – zwei Guides!

Ich stelle mir selber oft die Frage, wie man Qualität im Canyoningbereich messen und darstellen kann?

Wie kann man den Menschen die sich zwischen den vielen Internetangeboten entscheiden müssen glaubwürdig klar machen, dass das eigene Angebot deutlich besser ist, als das was man wo anders buchen kann? Muss man das überhaupt?

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Canyoning und Rafting verschenken

Canyoning und Rafting zu Weihnachten verschenken – was ist wichtig?

Blogpost - Canyoning und Rafting zu Weihnachten verschenken - was ist wichtig

Abenteuer Geschenk Gutschein für Canyoning oder Rafting incl. DVD

Einen Canyoning Gutschein zu Weihnachten schenken ist auch in diesem Jahr (Beitrag von 2016) wieder aktuell und die Beschenkten die heuer bei uns waren, freuen sich heute noch über die Tour!

Viele möchten gern zu Weihnachten Abenteuer, gemeinsame Erlebnisse, spannende Aktivitäten oder einfach nur Freude verschenken – dazu eignen sich Erlebnisgutscheine direkt vom Anbieter ganz gut. Begehrt sind oft die Natursportaktivitäten Canyoning und Rafting.

Einer der etablierten Anbieter, der seit über zehn Jahren nicht nur beim Verschenken unterstützt sondern auch die Touren dann auch selber mit den Beschenkten durchführt ist das Canyoning Team Allgäu. Das Schenken direkt vom Veranstalter hat viele Vorteile:

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Allgemein, Sicherheit beim Canyoning

Canyoning 2016 – Quo vadis?

Blogpost - Canyoning 2016 – Quo vadis

Ich frage mich regelmäßig zum Start der Canyoning-Saison, was kommt wohl in diesem Jahr spannendes in den Schluchten auf mich zu. Canyoning im Jahr 2016 – quo vadis? Wohin geht es? Hier meine persönliche Erfahrung und Meinung:

Eigentlich sollte es im Canyoning keine großen Veränderungen mehr geben. Wenn man regelmäßig die Fortbildungen besucht, ist man auf dem aktuellen Stand. Auch die etablierten Verbände sind an einer Fortentwicklung interessiert und so wurden die Ausbildungen in den vergangenen Jahren immer besser und umfangreicher. Die Regeln für das Führen von Gästen in der Schlucht sind bewährt und wurden anhand von Fehlentwicklungen und Unglücken in den Vergangenen Jahren oft überdacht und angepasst. Reicht das aus?

Führend in diesen Bereichen sind sicher die Landesverbände in Frankreich, der Schweiz und Österreich, die auf eine lange Zeit der kommerziellen Schluchtenführungen zurück blicken können.

Der Tenor ging immer dahin gehend dass die Gruppengröße für jeden Guide gut überschaubar sein muss und die Qualifikation der Guides und Assistenten auf einen hohen Niveau sein soll.

Es gibt nun aber auch weniger renomierte und kleine Verbände die regional wirken und bestrebt sind, die Vorgaben der großen und etablierten Verbände umzusetzen.
Immer wieder ist dabei zu beobachten, dass es bei der Anpassung an regionale Besonderheiten zu Spannungen kommt, die nicht immer nachzuvollziehen sind.

EIn kleines aktuelles Beispiel aus dem Schluchtenalltag in unsere Nähe: 

In einer viel begangenen, einfachen  Schlucht trafen wir  auf einen geschätzten Kollegen, der eine sehr große Gruppe zwischen 15 und 20 Personen führte. Ihm zur Seite gestellt war ein Kollege aus dem europäischen Ausland, der seinem Auftreten nach, noch in der Ausbildung war. Sichtlich war er dem Kollegen keine echte Hilfe, da der erfahrene Guide alles selber handhaben musste.

Der Effekt war derjenige, dass immer mehr Gruppen an dieser Stelle in einen Stau gerieten und eine beträchtliche Wartezeit in Kauf nehmen mussten. Bei einem ordentlichen Guide- und Gastverhältnis, wie es die großen Landesverbände empfehlen und einer gleichwertigen Qualifikation aller beteiligten Guides, kommt es in keinem der mir bekannten Schluchtengebiete zu solchen Verzögerungen.

Wie kann es zu so einem Missverhältnis kommen, obwohl wir in den letzten Jahren trotz einem tragischen Unglück etwas über das Führen auch in einfach Schluchten hätten lernen können?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht.

Bei der Schilderung und Besprechung der Situation unter Kollegen wurde mir berichtet, dass der Veranstalter der großen Gruppentour für sich eine Sonderregelung bekommen hat, die es ihm ermöglicht über das seit Jahren bewährte Verhältnis auch „schnellqualifizierte“ Assistenten einzusetzen, die nicht über die bisher anerkannten Qualifikationen verfügen.

Doch von wem bekommt man eine solche Sonderregelung oder lässt sich sein Tun legitimieren?

Von einem Verband, den man selber mitgründet, um öffentlichkeitswirksam Regelungen zu bewerben, die dann in solchen Fällen komplett ausgehebelt werden – das wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Jeder Veranstalter und jeder Guide sollte täglich für sich prüfen, ob das was er tut im Sinn seiner eigenen Gesundheit, der Gesundheit und des Wohles seiner Mitarbeiter und vor allem im Sinn der ihm anvertrauten Personen ist.

„Tun wird durch Legitimation nicht besser, wenn es offensichtlich falsch ist !“

Im Endeffekt sollte spätestens der Guide selber entscheiden, ob er eine Tour unter den bestehenden Voraussetzungen und Vorgaben führt, da er eine gewisse Menge der Verantwortung auf sich lädt.

Outdoor Veranstalter  oder Agenturen die Canyoning nur bewerben geben Touren an andere Veranstalter ab, erheben Provisionen und beteiligen sich nicht mehr am Risiko.
Canyoning Veranstalter geben dann täglich die Touren an die für sie tätigen Guides ab, wissen aber im Endeffekt nicht, dass sie damit nicht die Verantwortung abgeben. Die Verantwortung für jeden auch noch so schlecht qualifizierten Guide bleibt immer am ausführenden Veranstalter hängen, das zeigen bisher alle Fälle aus der Vergangenheit, die mir bekannt sind.

Jeder muss wissen, wie weit er in dem Kreislauf zwischen Profit und Risiko seine Position findet und dazu kann ich hier nur einen Denkanstoß geben. Nur um Aufträge zu erhalten oder nicht zu verlieren ist eine Reduzierung der Qualität auf Kosten der Sicherheit meiner Ansicht nach nicht zulässig und wird sich eher früher als später in verschiedenen Ausprägungen bemerkbar machen. Der eigenen Gesundheit, der Gesundheit seiner Mitarbeiter oder der Gäste.

Das ist meine persönliche und bescheidene Meinung, die immer wieder zu Anfeindungen anders denkender Unternehmer führt.

Wer es lesen will und darüber nachdenken möchte, kann es tun.

Wer es lesen will und sich persönlich ertappt fühlt kann das tun, muss es aber nicht.

Und wer es liest und gleich wieder vergisst, der hat auch nichts verkehrt gemacht.

Fröhliches nachdenken – und Kommentare werden wie immer auf die üblichen, ethischen Grundmerkmale untersucht, bevor sie veröffentlicht werden könnten.

Ich beschimpfe ja auch niemanden und möchte das umgekehrt genauso haben.

Jonny

Canyoning & Schluchten Infos, Sicherheit beim Canyoning

Wintercanyoning – Nein Danke!

Blogpost - Wintercanyoning - Nein Danke!

Schneeschuhwandern ist im Winter Akzeptabel – Warum nicht Wintercanyoning?


Zum Wintercanyoning habe ich eine sehr persönliche Meinung, die ich heute hier anbringen will.

Meine Ideen dazu sind natürlich in diesem „Winter“ nicht ganz nachvollziehbar – bei der aktuellen Wetterlage mit 12-18 Grad Außentemperatur wären mit unserer Ausrüstung auch
noch ganz feine Touren in den Schluchten möglich.

Ich gehe eher von den normalen Wintern aus, in denen jetzt der Schnee schon in den Schluchten liegt, die Wasserfälle gefroren sind und wunderschöne Anblicke liefern.

Dann kann man davon ausgehen, dass die Wasserbecken auch schon gefroren sind und im Wald rund um die Schlucht die Ruhe einkehrt, die Tiere und Pflanzen benötigen um sich zu erholen oder überhaupt durch den Winter zu kommen.

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